Masterplan Mobilität 2035+ beschlossen
Der Gemeinderat der Stadt Mannheim hat in seiner Sitzung am 1. Juli 2025 den Masterplan Mobilität 2035+ als verkehrlichen Rahmenplan beschlossen.
Der Gemeinderat der Stadt Mannheim hat in seiner Sitzung am 1. Juli 2025 den Masterplan Mobilität 2035+ als verkehrlichen Rahmenplan beschlossen.
Der Verkehrsentwicklungsplan der Stadt Mannheim wird fortgeschrieben. Damit wird das Ziel verfolgt, einen Handlungsrahmen und Strategien zur Steuerung des Mobilitätsverhaltens und des Verkehrs in der Stadt für die nächsten 15 bis 20 Jahre festzulegen. Für diese Aufgabe wurde das Ingenieurbüro IVAS unter Mitwirkung von orange edge GbR, VCDB VerkehrsConsult Dresden-Berlin GmbH sowie proloco Michael Glatthaar/ Franziska Lehmann GbR beauftragt.
Der letzte Verkehrsentwicklungsplan für Mannheim wurde Anfang der 90er Jahre aufgestellt. Eine große Herausforderung wird insbesondere darin bestehen, zukunftsfähige Mobilität für alle Bürger und das Funktionieren des Gesamtverkehrssystems unter den Bedingungen höherer Anforderungen aus Umwelt- und Klimaschutz, einer intensiven Stadtentwicklung einschließlich der demografischen Änderungen sowie den weiter zunehmenden regionalen Verflechtungen zu organisieren.
Seit 2018 wurde daher ein Lastenheft (Beschlussvorlage V132/2019) als Aufgabenstellung für den Masterplan erarbeitet. Als beratendes Gremium tagte der „Runde Tisch Mobilität“, bestehend aus rund 30 Vertretern aus Politik, Verwaltung und Verbänden sowie gesellschaftlichen Gruppen. Dieser wird das Projekt auch in Zukunft weiter begleiten. Das erarbeitete Lastenheft gliedert sich insgesamt in zehn Arbeitspakete, die auch die Anforderungen der Europäischen Union an einen „Sustainable Urban Mobility Plan“ erfüllen.
Der Masterplan Mobilität 2035 soll Analysen und Prognosen der Verkehrsentwicklung und der Verkehrswirkungen, die Formulierung von Zielen, die Identifikation von Mängeln und Problemen, die Entwicklung von Szenarien sowie die Erarbeitung von Handlungskonzepten und Maßnahmenvorschlägen enthalten. Dabei sind alle Verkehrsträger und Verkehrsmittel einzubeziehen, wie auch der Transport von Personen und Gütern. Hierbei sind innovative technologische und organisatorische Entwicklungen zu berücksichtigen und Umsetzungsmöglichkeiten für Mannheim vorzuschlagen. Die Einwohner Mannheims werden über verschiedene Beteiligungsformate in den Prozess eingebunden. Für die Erarbeitung des Masterplans sind drei Jahre vorgesehen.
Runder Tisch Masterplan Mobilität: Der Runde Tisch ist die Schnittstelle in die Fachwelt und zu zentralen Akteuren in der Stadt. Er begleitet den Erarbeitungsprozess im Sinne einer operativen Steuerungsgruppe. Mitglieder des Runden Tisches sind Vertretungen der Fraktionen, Stadtverwaltung, Verkehrsträger, Wirtschafts- und Verkehrsverbände, Wissenschaft und weitere gesellschaftliche Interessensgruppen.
Politische Ausschüsse: Der Gemeinderat beschließt den Masterplan Mobilität 2035. Im Rahmen des Prozesses werden (Teil-)Ergebnisse im Ausschuss für Umwelt und Technik beraten und beschlossen.
Für die Bürgerbeteiligung sind verschiedene Formate vorgesehen, die jeweils unterschiedliche Zielgruppen ansprechen sollen:
Gesamtstädtische Info-Veranstaltungen: Auf drei Veranstaltungen wird die gesamtstädtische Öffentlichkeit informiert und beteiligt. Folgende Themen werden an den drei Terminen diskutiert:
1. Entwurf Leitbild, Ziele sowie Analyse von Mängeln und Chancen.
2. Szenarien- und Maßnahmenentwicklung (Zwischenstand).
3. Umsetzung.
Stadtteilforen: Die Stadtteilforen werden in fünf verschiedenen Stadträumen durchgeführt. In den öffentlichen Veranstaltungen sollen Maßnahmen, die auf die jeweiligen Stadtteile zugeschnitten sind, erarbeitet werden. Dabei werden in den ersten Foren die örtlichen Mängel und Chancen diskutiert sowie die Ziele des Masterplans bewertet. Bei den zweiten Foren liegt der Fokus auf konkreten Maßnahmenvorschlägen für jeden einzelnen Stadtteil.
Bürger*innen-Workshops: Circa 40 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger erarbeiten in drei Workshops Mängel und Chancen sowie Maßnahmenvorschläge und diskutieren den Entwurf des Masterplans Mobilität.
Online-Beteiligungen: Dreimal wird eine Beteiligung auch online über dieses Beteiligungsportal erfolgen. Die Ergebnisse fließen in die Stadtteilforen und die Bürger*innen-Workshops ein. Ziel ist, die gesamtstädtische Öffentlichkeit und hier insbesondere die jüngere Zielgruppe und Berufstätige zu erreichen.
Der Masterplan wurde durch den Gemeinderat am 01.07.2025 beschlossen. Wie sieht der neue verkehrliche Rahmenplan aus und wie geht es jetzt weiter? Um Antworten auf diese zentralen Fragen zu geben, lädt die Stadtverwaltung am 23. Oktober 2025 zum dritten und abschließenden gesamtstädtischen Öffentlichkeitsforum des Masterplan Mobilität 2035+ ein.
Hier gelangen Sie zur Dokumentation der Veranstaltung.
Die Dokumentationen finden Sie unter Downloads.
Im 2. Workshop mit ausgewählten Mannheimerinnen und Mannheimern wurde gemeinsam überlegt, welchen Beitrag die Teilnehmenden selbst leisten können, um ihre Mobilität (noch) nachhaltiger zu gestalten.
Welche Visionen haben die Teilnehmenden für die Zukunft der Mobilität?
Wie schaffen wir die Verkehrswende? Mit welchen Strategien stärken wir umweltfreundliche und nachhaltige Mobilität? Über diese Fragen wurde im 2. Öffentlichkeitsforum zum Masterplan Mobilität 2035 im Museum Weltkulturen diskutiert.
Nach einer Einführung zu den heutigen Herausforderungen der Mobilität hatten die Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, an verschiedenen Thementischen untereinander zu diskutieren.
In der zweiten Onlinebeteiligung wurden verschiedene Szenarien der Mobilitäts- und Verkehrsentwicklung bis 2035 vorgestellt und deren Bausteine durch die Teilnehmenden bewertet: Welche Zukunft der Mobilität wünschen Sie sich für Mannheim? Welche Maßnahmen sind wichtig, um den Umweltverbund aus Bus, Bahn, Fuß- und Radverkehr zu stärken?
Die Ergebnisse des 1. Radverkehrsworkshops wurden aufgegriffen und gemeinsam mit den Teilnehmenden des Runden Tisch Radverkehr wurde über einen Entwurf des überarbeiteten Hauptroutennetzes diskutiert. Darüber hinaus wurden mögliche Pilotprojekte im Radverkehr vorgestellt und priorisiert.
Gemeinsam mit den Teilnehmenden des Runden Tisch Radverkehr wurde über Gestaltungsstandards sowie über das Hauptroutennetz diskutiert.
Das Beteiligungskonzept beinhaltet einen Workshop mit zufällig ausgewählten Bewohnerinnen und Bewohner Mannheims. Mit diesem Personenkreis wurden die bisherigen Ergebnisse des Masterplan-Prozesses in verschiedenen Kleingruppen diskutiert.
Im Ausschuss für Umwelt und Technik wurde das Eckpunkte- und Zielpapier "Masterplan Mobilität 2035: Eckpunkte und Ziele" beschlossen (V457/2021).
Die ersten Stadtteilforen hatten das Ziel, mit den Bürgerinnen und Bürger in einen direkten Dialog zu treten. Lokale Probleme und Herausforderungen wurden konkreter beleuchtet, Ziele diskutiert, Potenziale gesammelt und bewertet sowie erste Hinweise zu Projektideen aufgenommen.
Alle Ergebnisse der Stadtteilforen finden Sie hier.
Hier gelangen Sie zu den Ergebnisse der einzelnen Stadtteilforen.
Im Rahmen der ersten Onlinebeteiligung konnten die Ziele des Masterplan Mobilität 2035 aus Sicht der Bürgerschaft bewertet und gewichtet werden. Weiterhin gab es die Möglichkeit, Probleme und Defizite in Karten zu verorten und an einer Befragung zur eigenen Mobilität teilzunehmen.
Die Auswertung der Ergebnisse finden Sie hier.
Hier gelangen Sie zur Stärken-Defizit-Karte und zu der Online-Beteiligung der Mobilitätsziele.
Der Masterplan Mobilität 2035 wurde zum ersten Mal der breiten Öffentlichkeit präsentiert. Die Veranstaltung bildete den Auftakt für die Bürgerbeteiligung.
Erste Analyseergebnisse und die Ziele des Plans wurden präsentiert. Die gezeigten Präsentationen können Sie hier einsehen und herunterladen.
Der Runde Tisch Masterplan Mobilität ist die Schnittstelle zu zentralen Akteuren in der Stadt, hier werden zentrale Arbeitsergebnisse und Fragestellungen diskutiert. (Siehe Beteiligungskonzept)