Archiv: Mannheim Gemeinsam Gestalten

Erreichbarkeiten: Zentren, kurze Wege, Parkraum

E.1 Sicherung der oberzentralen Funktion durch gute regionale/ (inter-)nationale Erreichbarkeit
E.2 Förderung der „Stadt/Region der kurzen Wege“ (verkehrliche Vernetzung und räumliche Angebotsvielfalt)
E.3 Förderung guter Erreichbarkeiten der Innenstadt sowie der Stadtteilzentren für alle Verkehrsmittel sowie alle Bevölkerungsgruppen
E.4 Bereitstellung und Bewirtschaftung von - an Nachhaltigkeitszielen ausgerichteten – Parkraumangeboten für Kfz und Fahrräder
E.5 Stärkung des ÖPNV als Rückgrat des Umweltverbundes

Kommentare

Der ÖPNV ist sehr Innenstadt zentriert aufgebaut. Andere Stadtteile sind dadurch oft nur durch die Innenstadt erreichbar auch wenn der direkte Weg viel kürzer wäre. Dadurch verlängern sich die Fahrzeiten dramatisch und das Angebot wird unattraktiv.

Die Stadt der kurzen Wege wäre schön! Eine Verlängerung und Öffnung des Posttunnels unter dem Hauptbahnhof bis zum Lindenhof würde für viele Fußgänger und Radfahrer die Wege zwischen der Innenstadt (Schwetzingerstadt/Oststadt) und dem Lindenhof deutlich verkürzen. Die Unterführung würde im Lindenhof etwa auf Höhe Technisches Rathaus herauskommen und könnte die bestehende viel zu enge Bahnhofsunterführung entlasten (deren Zugang zum Lindenhof offenbar bald für acht Monate gesperrt werden soll). Alternativ oder besser noch zusätzlich sollte der Lindenhoftunnel ("Suez-Kanal") ertüchtigt und mit direktem Zugang zu den Bahnsteigen ausgestattet werden.

Aus meiner Sicht ist es nicht unbedingt Ziel, dass Zentren mit dem kfz erreicht werden müssen. Alternativen sind sinnvoll und notwendig.

Aus meiner Sicht ist es nicht unbedingt Ziel, dass Zentren mit dem kfz erreicht werden müssen. Alternativen sind sinnvoll und notwendig.

Mannheim ist traditionell aufs Automobil ausgelegt. Es fehlt eine Radroutenplanung incl. Fernradwegen, die diesen Namen verdient. Die Schaffung von Radwegen ist unsystematisch und wenig nutzerfreundlich. Der Raum in der Stadt ist begrenzt. Realistischerweise kann mehr Raum für Rad- und Fußverkehr deshalb nur zulasten des MIV gehen. Für den Radverkehr ist aber auch der Zustand der Wohnstraßen wichtig. Dieser ist vor allem durch Schlaglöcher an vielen Stellen schlecht und gerade für Radfahrende gefährlich.

1. Sternförmige Radschnellwege (unterbrechungsfrei!!!) aus den Stadtteilen ins Zentrum über mehrere Achsen, u.a.:
> (Schwetzingen/Ketsch - Brühl) - Rheinau-Süd - Rheinau (z.B. Rhenaniastr., Hafenbahn einspurig -> Platz für echten Radweg) - Neckarau (Ausbau Radweg Neckarauer Straße oder durchgehende Paralleverbindung) - Schwetzinger Stadt
> (Radschnellweg HD) - Friedrichsfeld/Seckenheim - Neuostheim - Oststadt (Ausbau Neckarradweg duchgängig)
> (Ladenburg/Ilvesheim) - Wallstadt/Feudenheim - Neckarstadt (insb. Ausbau Radweg Feudenheimer Str.)
> (Viernheim) - Vogelstang - Käfertal - Neckarstadt (auch i.V. mit Franklin)
> (Lampertheim) - Sandhofen/Schönau/Gartenstadt - Waldhof - Herzogenried - Neckarstadt
Auf all diesen Achsen sind Radwege teilweise vorhanden, eine durchgehende Priorisierung / Beschilderung / Ausbau zu einem Mindeststandard sind notwendig, um wirkliche "Radschnellwege" auf diesen Achsen herzustellen.
2. Querverbindungen zwischen den Stadtteilen, "Ringförmig":
> Niederfeld - Neckarau - Neuhermsheim - Neuostheim/Oststadt - Feudenheimer Au - Käfertal - Luzenberg - Friesenheimer Insel
> Rheinau - Pfingstberg - Hochstätt - Seckenheim - (Ilvesheim) - Feudenheim - Wallstadt - Vogelstang - Käfertal - Gartenstadt - Schönau - Sandhofen
Auch hier sollten zwei durchgehend als Radschnellweg ausgebaute Ringe entstehen.

Ich stimme zu. Wenn man den Titel "Masterplan Mobilität 2035" ernst nimmt, kann es nicht ausreichen, sich auf Ausbesserungen bestehender Radwege zu beschränken.

Querverbindungen im ÖPNV zwischen den Stadtteilen, insbesondere den S-Bahn Haltepunkten (analog Neckarau Bf. - SAP Arena und Karlsplatz - Seckenheim/Hochstätt) z.B. Rheinau Bf. - Friedrichsfeld-Süd - Neu-Edingen

Bei E.3 und E.4 sollten Kfz ausgenommen werden. Die Alternativen müssen grundsätzlich attraktiver sein. Wie das funtkioniert zeigt das Verkehrskonzept der Stadt Houten in NL. Autofahren ist nicht verboten, aber verhältnismäßig unpraktisch, die kurzen Verbindungen sind Fußgängern und Radfahrern vorbehalten, was auch die Kreuzungspunkte und -probleme mit dem Kfz Verkehr massiv reduziert.