Archiv: Mannheim Gemeinsam Gestalten

Förderprogramm für Balkonsolar/Balkonkraftwerk

Andere Kommunen machen es bereits vor: Auch die Stadt Mannheim sollte die private Anschaffung von Balkonkraftwerken fördern. Ein Balkonkraftwerk ist eine kleine Solaranlage (max. 600 Watt), die mit einem Stecker an das Stromnetz des Hauses oder der Wohnung angeschlossen werden kann. Dadurch kann ein Teil des eigenen Stromverbrauchs im Haushalt über die Solaranlage gedeckt werden. Liefert die Solaranlage mehr Strom als gerade benötigt wird, fließt dieser in das allgemeine Stromnetz und wird an anderer Stelle verbraucht.

Das Förderprogramm ist für Mieterinnen und Mieter sowie für Eigentümerinnen und Eigentümer mit Balkon, Terrasse oder einem anderen geeigneten Ort zum Anbringen einer Mini-Solaranlage interessant. Damit steht es einem Großteil der Mannheimerinnen und Mannheimer zur Verfügung.

Konkret sollte das Förderprogramm folgende Punkte beinhalten:
- Beratung zur Anschaffung, zum Anschluss und zur Anmeldung einer Mini-Solaranlage
- Finanzieller Zuschuss beim Kauf der Solaranlage und Übernahme etwaiger Anschlusskosten bei Bedarf eines Wieland-Steckers

Die wichtigsten Effekte des Förderprogramms sind daher:
1) Das Programm leistet einen wichtigen Beitrag zur Energiewende (Klimaneutralität).
2) Durch die Förderung können mehr und vor allem ärmere Menschen die anfänglichen Investitionskosten stemmen.
3) Die Stromkosten von Bürgerinnen und Bürgern der Stadt werden über Jahre gesenkt.
4) Überschüssiger Strom wird direkt in das Stromnetz der Stadt (MVV) geliefert, verbessert dadurch die Versorgungssicherheit und verringert die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern.

Durch die verschiedenen Effekte von Umweltschutz bis Kostensenkungen kann das Förderprogramm sowohl dem Erreichen der Klimaneutralität als auch der Stärkung des sozialen Zusammenhaltes zugeordnet werden.

Stellungnahme der Verwaltung: 

Die Förderung von Balkonkraftwerken ist bereits in der Prüfung und wird voraussichtlich ab 2023 eingeführt, wenn die Fördermittel durch den Gemeinderat bewilligt werden.

Kommentare

Dies könnte für viele Bürger*innen eine gute, nachhaltige, finanzielle Unterstützung sein. Gleichzeitig findet bei dem Entscheidungsprozess, ein aktives mitmachen zu mehr Umweltbewusstsein statt und ist nicht mehr so abstrakt, jedes kleine Rädchen hilft und ist für jedermann gut umsetzbar.

In der Innenstadt haben viele Häuser Flachdächer. Die Eigentümer sollten mindestens verpflichtet werden die unbenutzten Flachdächer klimafreundlich zu nutzen, wie z.B. durch Grünflächen auf den Dächern. Alternativ sollten Eigentümer derartiger Häuser motiviert werden Solar auf den Dächern anzubringen. Ggf. auch mit Kostenübernahme durch die Stadt, falls die gewonnene Energie ins Stadtnetz integriert wird.

Ich finde die Idee sehr gut und das in HD aufgelegte Förderprogramm.
Leider macht die MVV als Netzbetreiber es den Bürgern in MA hier unnötig schwer und fordert zum Anschluss eine sog. Einspeisedose (auch als Wielandstecker bekannt). Diese darf nur von einem Elektriker gesetzt werden. Ganz abgesehen, davon, dass die gerade keine Zeit für solche Kleinaufträge haben macht es das ganze schon wieder unwirtschaftlich und auch Vermieter werden davon noch weniger begeistert sein, wenn an der Installation etwas geändert werden muss......

Andere Netzbetreiber sind pragmatischer und lassen auch den genauso sicheren Anschluss über Schuko-Stecker zu.