Grüne Schule Mannheim setzen Insektenprojekte in der Stadt um als OASEN des ErLebens
Die Grüne Schule Mannheim setzt sich seit Jahren für mehr Biodiversität in den beiden Stadtparks ein. Mit Blick auf die schwindende Artenvielfalt von Insekten, deren Rückgang wir auch bei unseren Kursen mit SchülerInnen erfahren mussten, haben wir seit 2019 kontinuierlich Projekte ins Leben gerufen, die insbesondere Insekten und natürlich in der Folge auch weitere einheimische Tierarten unterstützen.
Zum einen handelt es sich um direkte Maßnahmen zur Schaffung ökologischer Nischen und zur Förderung der Biodiversität auf dem Gelände Luisenpark und Herzogenriedpark. So konnten wir nachhaltig eine qualitative Verbesserung für mehr Artenreichtum bei Pflanzen und Tieren generieren. Zum andern verstärkten wir unser Engagement im Bereich unserer pädagogischen Angebote zum Thema Insekten - inklusive Erstellen von Schautafeln sowie zahlreicher Aktionen, bei denen Kursteilnehmende auch Grundlagen für mehr Insektenvielfalt schaffen und mit ins heimische Umfeld bringen konnten. Zur BUGA 23 intensivierten wir unsere pädagogischen Aktivitäten, um die Reichweite eines großen Publikums nutzen zu können und die Attraktivität, die Dringlichkeit und nicht zuletzt die Bedeutung naturnah gestalteter Flächen weitertragen zu können.
Seit 2021 konnten viele Projekte angegangen und umgesetzt werden, wie z.B.
- Umgestaltung des oberen Teils des Heilpflanzengartens. Anlage von bienenfreundlichen Blühflächen mit Heilstauden sowie Maßnahmen für Wildbienen und anderen Insekten wie Sandlinse, Totholz, Lebensraumturm für Insekten, Lehmlache und Wasserstelle.
- Im Juni 2022 wurde die Hügelanlage (ca. 4000 m²) am Freizeithaus komplett zum Feld für weitere insektenunterstützende Maßnahmen.
- Ausbringung von heimischen Stauden und zweijähringen Pflanzen, die selbst aus Saatgut gezogen wurden und Nutzung insbes. von heimischem Saatgut.
- Änderung der Bewirtschaftungsform von Grasflächen in den Parkflächen zum Schaffen weiterer Blühfläche.
- Aufstellung und Anbringen von unzähligen mannigfaltig gestalteten Nisthilfen für Wildbienen
- Einsatz von Totholz vom Stamm bis Zweig als Beet- oder Flächenbegrenzungen, Benjeshecke, Totholzhaufen oder als gestalterisches oder sogar künstlerisches Element.
- In der „INSEKT AREA“ (zugänglich nur innerhalb von Führungen) stehen ausschließlich die Bedürfnissee der Insekten im Vordergrund - keine gestalterischen Aspekte.
Zeitraum: seit 2021
Akteur*innen: Grüne Schule Luisenpark mit diversen Kooperationspartnern, wie Klimaschutzagentur Mannheim, KABS, BUND, Nabu, Naturgarten e.V. MAUS, BENEO, diverse Schulen
Ziele:
- dem Biodiversitätsverlust Projekte entgegenzusetzen und Gelände im Stadtpark optimal zu nutzen, um naturnahe Flächen herzustellen - auch im Hinblick auf eine Vernetzung mit Flächen außerhalb des Parkgeländes
- Nutzung der Reichweite der Stadtparks, um Menschen für Biodiversität zu sensibilisieren
- Wissen, Bildung und Fürsorge gegen den Artenverlust